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Wir alle wollen doch mal die Decke über den Kopf ziehen und die Welt vergessen. Oder noch besser: einfach von hier verschwinden und eine neue Zivilisation mit den besten Freund:innen auf dem Mars aufbauen – mit UFOs und allem Drum und Dran. So geht es auch den Bandmitgliedern der Indie-Pop-Band JANKA aus Innsbruck (Bianca Ehrenstraßer, Carole Bidaine, Martin Bayer, Finn Achatz). Denn das Anderssein kann auf Dauer an den Kräften zerren und um diesem Gefühl Ausdruck zu geben, produzierte die Band ihr neues Debütalbum „Nicht von dieser Welt“.
Der beste Wein wird nicht mal schnell über Nacht reif. Und so braucht auch ein neuer Banger seine Reifezeit. Zwar keine 20 Jahre, aber dann doch mal seine gemütlichen zwei Jährchen. So auch bei „Nicht alleine in der U-Bahn“. Denn auch die wahre Liebe braucht seine Zeit und kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet. Manchmal, so Carole, stimmt einfach das Gefühl bei einem Song nicht. Dann hilft es den kreativen Prozess zu unterbrechen, den Song zu vergessen und sich auf andere Projekte zu konzentrieren. Irgendwann findet sich der Song unter einem Stapel verstaubter Papiere und in der Zwischenzeit ist einem die nächste zu Tränen rührende Zeile eingefallen.
„Warum verlässt du ihn nicht einfach!?“ Diesen Satz bekommen Frauen in toxischen Beziehungen häufiger zu hören. Doch eine gewaltvolle Beziehung zu verlassen, hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. In dem Song „Bitte Geh“ fleht Bianca eine Freundin an, die Beziehung zu verlassen. Da dies ein wichtiges Thema ist, welches mehr öffentliche Aufmerksamkeit benötigt, gab die Freundin ihr Einverständnis, den Song zu veröffentlichen. Generell wird nach dem Konsens der Freund:innen, die in Songs der Band vorkommen, meist nicht direkt gefragt. Die Lyrics sind auch soweit anonymisiert, dass man kaum erkennt, um wen es sich tatsächlich handelt. Das ist laut JANKA einfach Teil des Freund:innenseins von Musiker:innen – man landet eventuell mal in einem Song.
Wenn du selbst von Gewalt in einer Beziehung betroffen bist, findest du bei der Frauenhilfe kostenlose und vertrauliche Unterstützung!
Was gibt es Schöneres als den Blick aus einem Zugfenster schweifen zu lassen, zu Tagträumen und sich im Hintergrund das neue Album seiner Lieblingsband zu Gemüte zu führen. Laut Finn bietet die Bahn die optimale Umgebung, um sich auf neue Geschichten einzulassen. In dem Zug kennt man vielleicht niemanden, doch trotzdem fühlt man sich nicht alleine. Wie in dem Album beschrieben: man denkt man wäre die einzige Person auf der Welt mit seinem Gefühl der Außenseitigkeit, doch es geht mehr Menschen so, als man denkt.
Was „Wir sind Helden“ mit JANKA zu tun hat und wie der allererste Fernsehauftritt für die Band war, erfährst du in dem kompletten Interview. Höre jetzt rein!
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Geschrieben von: Anastasia Kopp
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