Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
WELLE 1 Salzburg Salzburg, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Tirol Tirol, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Wien & DAB+ Wien, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Oberösterreich Oberösterreich, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Kärnten Kärnten, Österreich & die Welt
Vom klassischen Hip-Hop über einen neuen Indie-Sound bis hin zu mehreren Namenswechseln: Bei Jugo Ürdens hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Mittlerweile scheint der Wiener aber dort angekommen zu sein, wo er letztendlich hinwollte. Sein aktuelles Album ist persönlicher, musikalisch deutlich reduzierter und vor allem eines: weniger darauf bedacht, irgendjemandem gefallen zu müssen.
Eigentlich hätte das aktuelle Album Für mich ursprünglich „Dumm“ heißen sollen. „Dumm“ im Sinne von loslassen, weniger zerdenken und einfach machen. Am Ende wurde es dann doch ein etwas kitschigerer Titel, der die neue musikalischen Phase von Jugo Ürdens einläuten soll. Denn während er früher versucht hat, einen bestimmten Lifestyle zu verkörpern und möglichst cool oder edgy zu wirken, ging es diesmal vor allem darum, ehrlich zu sein.
Musikalisch begann die neue Richtung mit Benzin. Produzent Jugo’s Produzent schlug vor, sich einmal an einem Indie-Sound zu versuchen. Jugo war sofort angetan: „Wieso fühlt sich das so leicht und richtig an?“ Also machten sie noch einen Song. Und noch einen. Irgendwann war klar: Das ist die neue Welt.
Über kreative Umwege unter dem Namen „YUGO“ kehrt der gebürtige Nordmazedonier zu seinen Anfängen zurück und fühlt sich musikalisch im Indie-Pop sehr wohl. Auch eine weitere Namensänderung schließt der Wahlwiener aus.
Apropos Wien: Die Stadt gehört zu Jugo Ürdens wie der Name selbst. Viele seiner Songs handeln von ihr und laut ihm würde es Jugo Ürdens ohne Wien wahrscheinlich gar nicht geben. Seinen Lokalpatriotismus nimmt Jugo dabei jedoch stets mit einem Augenzwinkern. Wien wird bei ihm nicht als kitschige Kaiserstadt romantisiert, sondern so dargestellt, wie er es selbst erlebt: vom Cevapcici-Stand um die Ecke, über schicke Hotels, bis hin zu seiner unspektakulären Stamm-Bar. Der junge Musiker hat sogar Pläne, sich selbst in der Stadt zu verewigen, nämlich mit einem eigenen Restaurant. Wann dieser Plan umgesetzt wird, steht jedoch noch in den Sternen.
Etwas schwieriger als die Verbindung zu Wien gestaltet sich jene zu seinen nordmazedonischen Wurzeln. In Aus Prinzip singt Jugo davon, seine Sprache zu verlernen und die Menschen auf der Straße kaum noch zu verstehen. Das beschreibt ziemlich genau jenes Gefühl, das ihn beschäftigt: Je weiter sein Alltag von der Welt entfernt ist, aus der seine Familie kommt, desto weniger Berührungspunkte bleiben übrig. Aus diesem Grund stand für ihn auch ein mazedonischer Sprachkurs auf der Liste der Neujahrsvorsätze.
Musikalisch plant Jugo Ürdens auch weiter in die Zukunft: Aus seinen Live-Shows mit zwei USB-Sticks wird ein Konzerterlebnis mit einer vollständigen Band. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, hat die Chance Jugo Ürdens am 27.11.2026 im Flex in Wien oder am 16.02.2027 im Rockhouse Salzburg live zu erleben.
Und wer sich das gesamte Interview noch einmal zu Gemüte führen möchte, kann direkt hier oder auf Soundcloud reinhören:
Foto Credits: © Klaus Pichler
Geschrieben von: Christoph Fuchs
#supportyourlocalsMusikWELLE 1er Tipp
today26. September 2026
Copyright © 1998 - 2026 WELLE 1 music radio. Alle Rechte vorbehalten.