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Das Thema Tierwohl im Bereich der Nutztierhaltung wird häufig diskutiert. Einige Bereiche sind laut Geschäftsführerin der Organisation Zukunft Tierwohl, Carina Kriegl, noch zu wenig detailliert ausgearbeitet und müssen strenger und genauer kontrolliert werden. Es wird dennoch fleißig weiter geforscht in Österreich, um das Tierwohl weiter zu optimieren, wie zum Beispiel noch bessere Betäubungsmethoden zu finden.
Da sich ja mittlerweile sehr viele verschiedene Sigel und Plaketten auf diversen Lebensmitteln befinden, kommt es häufig dazu, dass KonsumentInnen dem gegenüber blind werden. Carina Kriegel empfiehlt, sich dennoch mit der Herkunft des Siegels vertraut zu machen, um zu sehen, wer hinter der Organisation steckt. Ebenso arbeitet sie mit ihrem Team daran, eine übersichtlichere und etwas einheitlichere Haltungsstufenregelung einzuführen, um die Siegel etwas besser zuordnen zu können.
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Katharina Kaml, Masterstudentin im Bereich der Landwirtschaft, sieht als Schwierigkeit bei den Siegeln, dass sich viele ausschließlich auf die Haltung konzentrieren. Ihrer Meinung nach sollte sich der Fokus ausweiten auf Bereiche wie das Gesundheitsmanagement (Einsatz von Antibiotika) oder der Fütterung. Auch spielt der Stress von den Tieren eine große Rolle, da dieser zu Krankheiten führen kann. Im Laufe ihrer Ausbildung konnte Katharina Kaml viele Nutztierbetriebe in verschiedensten Ländern wie Argentinien oder Neuseeland und Australien kennenlernen und dort arbeiten. Verglichen mit den Tierwohlgesetzen von anderen Kontinenten, stellte sie fest, dass Europa und vor allem Österreich im Vergleich einen sehr hohen Tierwohl-Standard besitzen.
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EU-Bio Logo- Produkte, die das EU-Bio-Logo tragen, sind gemäß der EU-Verordnung zum ökologischen Landbau hergestellt worden. Neben der Codenummer der Kontrollstelle und dem Ort der Erzeugung muss auf allen in der EU produzierten und vorverpackten Bio-Produkten dieses EU-Bio-Logo abgebildet sein. [1]
Bio Austria- kennzeichnet Bio-Lebensmittel, die den Kriterien der BIO AUSTRIA Qualität entsprechen und findet sich hauptsächlich auf direkt vermarkteten Bio-Produkten. Die Biobäuerinnen und Biobauern von BIO AUSTRIA wirtschaften nach Verbandsrichtlinien, die strenger sind als von der EU-Bio-Verordnung vorgegeben. So muss beispielsweise der gesamte Betrieb biologisch bewirtschaftet werden. [2]
Ohne Gen-Technik hergestellt- Hier können Hersteller transparent machen, dass sie auf gentechnisch veränderte Pflanzen in Lebensmitteln, sowie auch bei den Futtermitteln verzichtet haben. Gen-Technisch verändert könnten unter anderem Bakterien sein, die Zutaten produzieren, welche in Lebens- oder Futtermitteln eingesetzt werden wie z.B. Aromen, Vitamine oder Enzyme.
Bio Eigenmarke- von Hofer. Hier wird vor allem auf regionale, österreichische Herkunft, traditionelle Herstellung und geschmackliche Besonderheiten geachtet.
AMA-Biosiegel- garantiert hohe Lebensmittelqualität, strenge Umweltstandards und nachvollziehbare Herkunft aller Produkte. Das rot-weiße AMA-Biosiegel mit der Herkunftsangabe AUSTRIA garantiert Österreich als Herkunftsort der landwirtschaftlichen Rohstoffe sowie als Ort der Be- und Verarbeitung. [5]
MA-Biosiegel ohne Herkunftsangabe- Hier ist die Herkunft der Rohstoffe sowie der Ort der Be- und Verarbeitungsort nicht eingeschränkt. Die Qualitätskriterien der AMA-Biosiegel-Richtlinien müssen allerdings eingehalten werden. [6]
AMA GENUSS REGION- steht für ein durchgängiges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem für bäuerliche Direktvermarktung, Lebensmittelmanufakturen und Gastronomie. Damit werden die regionale Herkunft der Lebensmittel, eine hohe Produkt- und Verarbeitungsqualität, die Stärkung regionaler Versorgungs- und Wertschöpfungsketten, klimafreundliche, kurze Transportwege und die stets frische Zubereitung der Speisen garantiert.
Bio Eigenmarke- von SPAR, Eurospar und Interspar. Nicht immer ist es möglich, alle Rohstoffe aus Österreich zu beziehen. Mit den Produkten mit Fairtrade-Gütesiegel können dennoch auch von anderen Ländern garantiert nachhaltig produzierte Lebensmittel bezogen werden. [3]
Demeter– Es gelten eigene Richtlinien für eine biologisch-dynamische Landwirtschaft. Der landwirtschaftliche Betrieb wird als ein individueller, in sich geschlossener Organismus verstanden, der nicht nur materiellen, sondern auch immateriellen Einflüssen unterliegt. Dazu gehören auch dynamische Wirkungen oder kosmische Einflüsse (z.B. der Einfluss des Mondes).1 Demeter arbeitet weltweit nach den gleichen Richtlinien. Das heißt, Demeter Brasilien pflegt ebenso hohe Standards wie Demeter Schweiz.
Bio Eigenmarke- von REWE International AG. Dazu gehören die Handelsketten Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg und AGM. Rund 80 % der Lebensmittel stammen aus österreichischer Bio-Produktion. Die restlichen 20 % stammen von ausgewählten Partnern im Ausland.
AMA Gütesiegel- Garantierte Herkunft aus Österreich: Lebensmittel mit AMA-Gütesiegel erfüllen überdurchschnittliche Qualitätskriterien, ihre Herkunft ist nachvollziehbar und sie werden durch unabhängige Stellen kontrolliert. Sie dürfen nur Rohstoffe des angegebenen Landes enthalten. Bei verarbeiteten Lebensmitteln darf der Anteil von Zutaten, die nicht in Österreich herstellbar sind, höchstens ein Drittel betragen. [4]
Quellen:
[1] https://www.soschmecktnoe.at/guetezeichen
[2] https://www.bio-austria.at
[3] https://www.spar.at
[4] https://www.soschmecktnoe.at/guetezeichen
[5] https://amainfo.at/siegel
[6] https://www.landwirtschaft-verstehen.at
Geschrieben von: Theresa Kaml
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