Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
WELLE 1 Salzburg Salzburg, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Tirol Tirol, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Wien & DAB+ Wien, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Oberösterreich Oberösterreich, Österreich & die Welt
play_arrow
WELLE 1 Kärnten Kärnten, Österreich & die Welt
today21. März 2025
Der Song sei eine Metapher für innere und äußere Kämpfe – also wie das Leben uns prüft, aber auch wie wir uns selbst herausfordern. Sie wollte einen Track schaffen, der einerseits kraftvoll ist, aber auch eine fantasievolle Ebene hat. Die Idee einer Hexe, die einen Zauber über sie legt, symbolisiert diesen inneren Druck, den viele verspüren – dargestellt auf eine kreative, verspielte Weise. Außerdem betont sie, wie wichtig es ihr ist, ihren eigenen Musikstil, den sie seit ihrer Kindheit entwickelt hat, selbstbewusst zu zeigen. Besonders als Frau in der Musikbranche möchte sie damit ein klares Zeichen setzen: Das bin ich, das ist mein Stil, mein Erbe.
Lady Gaga hatte schon immer die kreative Leitung über ihre Musik – seit dem ersten Album wählt sie ihre Produzenten selbst, co-produziert ihre Songs und schreibt alle Texte. Was sich diesmal aber verändert hat: Ihr Selbstvertrauen im Studio war so groß wie nie zuvor.
Sie hebt besonders die Zusammenarbeit mit Andrew Watt, BloodPop und Gesaffelstein hervor – drei sehr unterschiedliche Produzenten mit verschiedenen Stärken. Gaga selbst kann Musik für nahezu jedes Instrument schreiben, und so konnte sie ganz präzise angeben, wie Bass, Gitarre oder Synthesizer klingen sollten. Ihre Ideen wurden dann von Circuit kreativ weiterentwickelt, oder gemeinsam am Klavier zu einem Refrain geformt. Gesaffelstein brachte wiederum ganz neue Perspektiven in die Songs ein.
Insgesamt beschreibt sie den Prozess als einen, in dem sie sich künstlerisch selbst gefeiert hat – besonders als weibliche Produzentin. Das war für sie ein wichtiger, erfüllender Aspekt dieser Arbeit.
Lady Gaga spricht offen über Selbstzweifel. Sie erzählt, dass sie früher befürchtet hat, die Kritik an ihr könnte vielleicht stimmen – dass sie womöglich das Produkt anderer sei, eine Erfindung von außen. Solche Gedanken kennt sie, wie viele andere auch, wenn man mit negativer Kritik konfrontiert wird.
Doch mit diesem Album wollte sie ein für alle Mal sich selbst und ihren Fans zeigen, wer sie wirklich ist. Es geht ihr darum klarzumachen: „Niemand macht dich – du machst dich selbst.“
Am Ende dieses kreativen Prozesses fühlte sie sich so selbstbewusst und begeistert wie schon lange nicht mehr. Sie ist voller Vorfreude auf den Release des Albums und beschreibt den 7. März als „den besten Tag überhaupt“.
Lady Gaga macht deutlich, dass sie sich das kreative Eigentum an ihrer Musik ganz bewusst zurückholen wollte. Seit ihrem ersten Album in den Zwanzigern habe sie immer wieder erlebt, dass Leute ihre Leistung infrage stellen – etwa, dass ihr Sound angeblich von Produzenten stamme, oder dass sie ihre Songs nicht selbst schreibe.
Obwohl sie ihre Kolleg:innen schätzt, ist es ihr wichtig, als Frau in der Musikbranche klar zu sagen: „Das ist meine Erfindung. Das habe ich geschaffen.“
Für dieses Album hat sie deshalb bewusst frühere Stilelemente zurückgebracht – nicht als nostalgischen Rückblick, sondern als Feier und Bekräftigung ihrer Identität. Es ist für sie ein Statement: Sie steht fest mit beiden Füßen am Boden – ganz in ihrer eigenen künstlerischen Kraft.
Lady Gaga beschreibt, dass sie sich durch das Album wieder mit ihrer Liebe zur dunklen Poesie verbinden konnte. Sie nennt das Werk eine Art „Serie gothischer Träume“ – düstere, emotionale Visionen, die sowohl morgens als auch nachts in ihr auftauchten und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontierten.
Besonders bedeutsam war für sie die Verbindung zu ihrer „Monster-Familie“ (ihre Fan-Community), mit der sie diese dunklen Themen teilt.
Diese gothischen Träume führten sie zurück zu der Musik, die sie früh geprägt und inspiriert hat – Musik, die sie zutiefst liebt.
Während der Studioarbeit dachte sie oft an Ikonen wie David Bowie und Prince, die sie stark beeinflusst haben und sie durch den kreativen Prozess begleiteten.
Lady Gaga reflektiert über ihre Anfangszeit – beim ersten Album (LG1) war sie fasziniert von der Idee der Ehre, Berühmtheit und Ikonographie. Sie hatte damals die Theorie, dass man durch das Singen „als wäre man berühmt“ tatsächlich berühmt werden kann – eine Haltung, die sie nicht nur für sich selbst sah, sondern die auch ihre Fans übernommen haben. Viele von ihnen wurden auf ihre eigene Art bekannt, indem sie diese Philosophie lebten.
Heute jedoch hat sich ihr Fokus verschoben: Die Musik an sich steht im Zentrum. Ehre ist zwar noch Teil ihrer Kunst, aber nicht mehr ihr Antrieb. Jetzt geht es ihr vor allem um die künstlerische Substanz, die sie ihren Fans geben kann – ihr Werk ist das eigentliche Geschenk.
Sie zitiert Tony Bennett, der sagte: „Man hört mit Qualität nicht auf.“ Besonders als Frau in der Musikindustrie wird man oft an Äußerlichkeiten gemessen – an Kleidung, Frisur, Erfolg – aber sie hat für sich erkannt, dass das Wesentliche die Kunst und die Hingabe dahinter ist. Und am wichtigsten ist für sie, dass sie stolz auf die harte Arbeit sein kann, die sie leistet.
Mit dem Klick auf den Dienst werden durch den mit uns gemeinsam Verantwortlichen Soundcloud [SoundCloud Limited, Deutschland] der Soundcloud-Dienst angezeigt, auf Ihrem PC Skripte geladen, personenbezogene Daten erfasst und Cookies gespeichert. Mit Hilfe der Cookies ist Facebook in der Lage, die Aktivitäten von Personen im Internet zu verfolgen und Werbung zielgruppengerecht auszuspielen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Geschrieben von: Stephan Prähauser
Copyright © 1998 - 2026 WELLE 1 music radio. Alle Rechte vorbehalten.