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Der gebürtige Tiroler Ely Oaks lebt mittlerweile in Berlin und ist mit seiner Banger Single „Running Around“ so richtig viral gegangen! Er war bei uns zu Gast und Marlena Enzesberger hat ihm einige interessante Fragen gestellt.
TikTok, YouTube, Instagram – All das sind die Social Media Plattformen, die upcoming Artists heutzutage so richtig weit bringen können und ihnen eine riesige Möglichkeit bieten viral zu gehen.
So war es und ist es auch bei Ely Oaks, er profitierte maßgeblich von TikTok. Durch die Social Media Plattform gelang es ihm, sich eine große Fanbase aufzubauen, seine Songs, vor allem „Running Around“ wurden unzählige Male geteilt und wiederverwendet.
„Ich glaube der Mensch ist immer ein Gewohnheitstier“, sagt Ely Oaks.
Laut ihm ist es so wie mit all den anderen Dingen, die man regelmäßig tut, irgendwann kann man gar nicht mehr ohne! Es vergeht quasi kein Tag mehr, ohne dass gepostet wird, aber es macht ihm auch Spaß, da es schon richtig zur Routine geworden ist.
Mittlerweile lebt er ja doch schon einige Zeit in Berlin und wie man weiß, ist Berlin das Epizentrum der Musik in Deutschland, da werden mit Sicherheit einige Kontakte geknüpft. Doch gibt es an „Running Around“ dennoch österreichische Beteiligung?
Die Antwort ist klar: Ja, das gibt es!
Die ganze Produktion, sowie das Mix und Mastering ist komplett von Österreicher:innen übernommen werden! Natürlich sind auch viele Deutsche beteiligt, sogar Zusammenarbeit mit einem Label aus dem UK gibt es.
Für ihn war es vom Gefühl her eher so, dass der Song ganz cool ist und durchschnittlich ankommen wird.
„Das Feeling, dass man dann zuerst in Österreich und dann in Deutschland charted ist natülich verrückt! Auch in England in die Charts zu kommen, ist eine sehr krasse Sache. Die Engländer kochen oft ihr eigenes Süppchen, was gar nicht negativ gemeint ist, aber sie haben so tolle Musiker, dass die Hits dann oft einfach aus dem eigenen Land kommen. Und da als Externer sozusagen reinzukommen, ist natürlich schon ziemlich ziemlich geil!“
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Auf TikTok gibt’s bei Ely Oaks regelmäßig neue Snippets zu hören, die einem schon eine richtig gute Vorstellung vom Song geben. Doch sind diese Snippets auch schon fertig produzierte Songs?
Ely Oaks produziert das Wenigste schon ganz im Vorhinein, das wäre einfach zu aufwendig. Außerdem würde man ja gar nicht wissen, ob sich das Ganze lohnt. Aber auch für Snippets kann man oft länger brauchen und es kann teilweise zehn Versuche benötigen, bis man die richtige Hook hat.
Doch umso größer der Hype um das Snippet ist, desto größer ist doch auch der Druck zu performen?
Das bestätigt Ely Oaks, aber betont aber ganz klar, dass er ein top Team um sich herum hat, dass ihn immer unterstützt und zusammen versuchen sie immer die beste Version aus dem jeweiligen Track herauszuholen.
Die kurzen Ausschnitte, die die Zuseher:innen auf TikTok zu sehen bekommen sind ja oft Remixe von weltbekannten Songs, wofür man meistens gar nicht das Urheberrecht hat… Doch wie geht man da am Besten vor?
Laut Ely Oaks sind das alles am Anfang Ideen, mit denen man etwas versucht zusammenzubasteln und erst wenn’s passt, versucht man dann die Künstler:innen zu kontaktieren und die Sache mit den Urheberrechten zu lösen.
Er und sein Team kümmern sich beispielsweise gerade darum, die Rechte von einem Song von Britney Spears zu ergattern. Bei so einer Koryphäe wie Britney ist es selbstverständlich umso schwieriger zu aller erst an die Künstlerin überhaupt heranzugelangen und sich dann auch noch erfolgreiche die Rechte für den Track zu sichern.
Das Prozedere sieht dann so aus, dass zuerst das Label des jeweiligen Artists kontaktiert wird. Ely Oaks sagt, dass die Labels häufig auch richtig Bock darauf haben, die Rechte zu vergeben, da sie von den Vorstellungen überzeugt sind. Der schwierigere Part ist dann aber der Weg zum bzw. zur Originalkünstler:in. Laut Ely wollen diese ihr „Baby“ oft nicht aus der Hand geben, was für ihn aber vollkommen verständlich ist. Immerhin werden die Songs doch auf einer gewissen Art verändert, die nicht allen gefällt, vor allem nicht den Originalkünstler:innen, so etwas gilt es dann schlichtweg zu akzeptieren.
Aktuell ist ein Remix des Songs „Pool“ von Kiki Wera auf Social Media im Trend. Der Song wurde von mehreren Artists gleichzeitig geremixed, unter anderem auch von Ely. Wenn auf diese Weise mehrere Versionen eines Songs entstehen, kommt es oft darauf an, welche davon den meisten Hype auf Social Media erzeugt, wenn es darum geht, wer die Rechte für einen offiziellen Release bekommt. Dieser Prozess mache laut Ely auch sehr viel Sinn, da man so gleich abschätzen könne, welche Version das meiste Hitpotenzial hat. Bei „Pool“ sieht es zwar aktuell so aus, als würde Ely’s Version nicht das Rennen um die Rechte machen, jedoch könnte er sich vorstellen, eine weitere Remix-Version zu einem späteren Zeitpunkt zu veröffentlichen, wie dies oft in der elektronischen Musikszene der Fall ist.
Auch wenn so nicht jeder Song den er produziert das Licht der Welt erblickt, dienen Social Media und Spotify zumindest als Inspiration für neue Ideen. Viele davon bekommt er aber auch von seinem Label zugeschickt.
Wenn es um Kollaborationen mit anderen Künstler:innen geht, stehen zwei Namen ganz weit oben auf Ely’s Wunschzettel: BUNT und David Guetta. Ersterer, weil er gerade im Begriff ist, die DJ-Szene zu revolutionieren und zweiterer, weil die Legende David Guetta seine Karriere seit mittlerweile zwanzig Jahren prägt und gezeigt hat, dass man nie zu alt ist um seine Träume zu verfolgen.
Während vor 10 Jahren noch das Bild vorherrschte, dass DJ’s mit Gucci Klamotten und Champagner im Backstage-Bereich chillen, prägen Artists wie BUNT eher das Bild von nahbaren Künstler:innen. Genau das möchte Ely auch vermitteln, vor allem mit seinem Social Media Game. Aber auch das Boiler Room Live-Format, welches BUNT gerade in neue Sphären hebt, ist für Ely besonders ansprechend.
Hier das ganze Interview nochmal zum nachhören und ein kleiner Ausblick auf die Zukunft von Ely Oaks, inklusive seiner ersten kleinen anstehenden Welttournee:
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Geschrieben von: Christoph Fuchs
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